Erstklässler_innen an der Grundschule Aufkirchen lernen Herausforderungen im Alltag zu meistern
Die Schüler_innen der beiden ersten Klassen an der Grundschule Aufkirchen stehen in ihrem Klassenzimmer.
Zwischen ihnen bewegt sich die „fiese Jessi“, bleibt immer wieder stehen und beleidigt einzelne Kinder grundlos.
Doch ihre Attacken verpuffen. Denn die Kinder drehen sich einfach weg und spielen „Schnick, Schnack, Schnuck“ mit ihren Mitschüler_innen.
Dieser etwas andere Unterricht ist Teil des Selbstbehauptungskurses, der auf dem Konzept „Stark auch ohne Muckis“ basiert, das die Erstklässler_innen im Dezember 2023 durchlaufen haben.
Die „fiese Jessi“ heißt im wahren Leben Lisa Zollitsch. Sie ist Selbstbehauptungs- und Resilienztrainerin und leitete den Kurs.
Bei „Stark auch ohne Muckis“ geht es darum, die Kinder durch Prävention schon frühzeitig so zu stärken, dass sie lernen, mit Herausforderungen umzugehen.
Mobbing, an das jeder natürlich sofort denkt, ist dabei nur die Spitze des Eisbergs.
Basis für die Lösung vieler Konflikte ist die Frage „Was will ich eigentlich?“
Im Kurs ging es unter anderem darum, dass die Kinder lernten, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen sollten. Dabei wurden stereotype Verhaltensmuster aufgehoben.
Zum Beispiel will ein Kind, das ein anderes Kind beleidigt oder attackiert, vor allem Aufmerksamkeit.
Hier stellt sich die Frage: „Muss ich dieser Person die Aufmerksamkeit auch schenken oder drehe ich mich einfach weg und achte auf das, was ich will?“
Abschließend gab es an einem Elternabend praxisnahe Tipps und Erklärungen von Frau Zollitsch.
Die Kosten für diesen besonderen Unterricht an der Grundschule Aufkirchen wurden dankenswerterweise durch eine großzügige Förderung der Hans-Stangl-Stiftung und Mitteln des Charlotte Braunseis Kinderhilfsfonds bezuschusst
(S. Ettenberger)

